Mein Beruf

Seit 2017 arbeite ich bei der Software & Beratung Meinhard GmbH in Eschwege. Begonnen habe ich im Support und in der Formularbearbeitung mit List & Label. Nach und nach kamen weitere Aufgaben hinzu, bis ich 2022 die Position als Softwareentwickler übernommen habe. Eine klassische Ausbildung zum Softwareentwickler habe ich nicht durchlaufen. Ausschlaggebend waren meine Erfahrung, mein Wissen und die Aufgaben, die ich zu diesem Zeitpunkt bereits übernommen hatte.

Ich programmiere allerdings nicht selbst. Meine Arbeit findet vor allem auf der fachlichen und konzeptionellen Seite statt. Ich bespreche Kundenwünsche, beschreibe die benötigten Funktionen und prüfe, welche rechtlichen Vorgaben und Verordnungen bei der Umsetzung berücksichtigt werden müssen. Daraus entstehen Konzepte, mit denen die eigentliche Programmierung arbeiten kann.

Im Mittelpunkt steht dabei winkita, unsere Software für die Verwaltung und Abrechnung von Kindertageseinrichtungen und Tagespflegepersonen. Dazu gehören nicht nur die eigentlichen Abrechnungen. Mit winkita können auch Daten aus verschiedenen Elternportalen übernommen, Übergaben an das Finanzwesen vorbereitet sowie Statistiken und Auswertungen erstellt werden. Unser zweites Produkt ist kiCare, ein Elternanmeldeportal.

Ein weiterer Teil meiner Arbeit ist der Einsatz künstlicher Intelligenz im Unternehmen. Ich prüfe, wo KI uns bei der Programmierung, in der Entwicklung, im Support und bei den täglichen Arbeitsabläufen sinnvoll unterstützen kann. Wenn sich daraus eine brauchbare Arbeitsweise ergibt, entwickle ich die nächsten Schritte und begleite die Einführung. Auch in meiner eigenen Arbeit nutze ich KI inzwischen regelmäßig.

Daneben bin ich als Informationssicherheitsbeauftragter tätig. Ich beschäftige mich mit der Sicherheit unserer Informationen und Systeme und arbeite bei Fragen zum Datenschutz eng mit unserem Datenschutzbeauftragten zusammen. Zum Qualitätsmanagement gehören für mich unter anderem das Testen unserer Software und die Dokumentation von Funktionen und Abläufen. Außerdem schule ich unsere Mitarbeiter in Datenschutz, Arbeitssicherheit und Qualitätsmanagement.

Auch bei der Auswahl neuer Mitarbeiter bin ich beteiligt. Ich nehme beratend an Bewerbungsgesprächen teil und begleite das On- und Offboarding. Darüber hinaus betreue ich unsere Zoho-One-Umgebung und weitere betriebliche Systeme.

Wenn im Unternehmen technische Probleme auftreten, bin ich häufig einer der ersten Ansprechpartner. Dabei arbeite ich direkt mit unserem IT-Dienstleister zusammen und kläre, wie sich technische Anforderungen mit den organisatorischen Abläufen im Unternehmen verbinden lassen.

Die Stellenbezeichnung „Softwareentwickler“ greift deshalb etwas zu kurz. Ein großer Teil meiner Arbeit besteht darin, zwischen Kundenwünschen, rechtlichen Anforderungen, betrieblichen Abläufen und technischer Umsetzung zu vermitteln. Ich programmiere die Funktionen nicht selbst – ich beschreibe, was sie leisten müssen und unter welchen Bedingungen sie im Arbeitsalltag funktionieren sollen.